{"id":175,"date":"2017-07-12T14:47:25","date_gmt":"2017-07-12T14:47:25","guid":{"rendered":"http:\/\/test.steinzeit-ucki.de\/?page_id=175"},"modified":"2019-08-02T14:48:42","modified_gmt":"2019-08-02T14:48:42","slug":"die-aelteste-baby-bestattung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/?page_id=175","title":{"rendered":"Die \u00e4lteste Baby-Bestattung"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"tiny_p\">Sensationelle Funde aus der Mittelsteinzeit<\/h2>\n<p class=\"tiny_p\">1962 fand man bei Bauarbeiten auf dem Weinberg&nbsp; bei Gro\u00df Fredenwalde die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mesolithischer_Bestattungsplatz_von_Gro\u00df_Fredenwalde\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00dcberreste von 6 Personen<\/a>, eingebettet in rotem Sand. In zwei F\u00e4llen war je ein Erwachsener mit einem Kind <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright\" title=\"Lufbild Weinberg JWacker\" src=\"https:\/\/fotos.verwaltungsportal.de\/seitengenerator\/gross\/gf1-luftbild-jwacker.jpg\" alt=\"Lufbild Weinberg JWacker\" width=\"210\" height=\"143\">gemeinsam bestattet. Beigaben waren Knochenpfriemen, Feuersteinklingen und -abschl\u00e4ge. An einem Sch\u00e4del fanden sich durchbohrte Tierz\u00e4hne im Stirn- und Schl\u00e4fenbereich aufgereiht. Sie wurden offensichtlich auf einem Band aufgef\u00e4delt als Kopfschmuck getragen. Die Bestattung erfolgte vor etwa 8000 Jahren. Es handelte sich damals um eine \u00fcberraschende Entdeckung und das Mehrfachgrab musste notd\u00fcrftig geborgen werden. Daher ist&nbsp; die genaue Lage der einzelnen Skelette nicht bekannt.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">2012 untersuchten Arch\u00e4\u00f6logen zum zweiten Mal die alte Grabgrube auf dem Weinberg. Dabei wurden Tierzahnanh\u00e4nger und andere Grabbeigaben gefunden. Zus\u00e4tzlich wurden weiterere noch unber\u00fchrte Verf\u00e4rbungen im unmittelbaren Umfeld gefunden. 2014 gelang es, zwei weitere menschliche Gr\u00e4ber freizulegen.<\/p>\n<h5 class=\"tiny_p\"><strong>\u00c4u\u00dferst ungew\u00f6hnlich:\u2026<\/strong><\/h5>\n<p class=\"tiny_p\">In einem Grab war ein junger Mensch vor ca. 7000 Jahren in ungew\u00f6hnlicher Weise bestattet worden: Die Knochen lagen zun\u00e4chst ungeordnet und nur die Beinknochen waren ann\u00e4hernd in ihrer richtigen Position. Allerdings standen die Beinknochen regelrecht in der Grabgrube. Nach<\/p>\n<div><a title=\"Bestattung Mann Foto: A. Kotula\" href=\"https:\/\/fotos.verwaltungsportal.de\/seitengenerator\/gross\/gf5-bestattungmann-akotula1.jpg\" rel=\"scaleableimage\"><span id=\"hoverOverlay100821\"><\/span><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright\" title=\"Bestattung Mann Foto: A. Kotula\" src=\"https:\/\/fotos.verwaltungsportal.de\/seitengenerator\/gross\/gf5-bestattungmann-akotula1.jpg\" alt=\"Bestattung Mann Foto: A. Kotula\" width=\"200\" height=\"133\"><span id=\"magnifierGlass100821\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/layout.verwaltungsportal.de\/global\/interaktiv\/buttons\/overlay_search_white_v2.png\"><\/span><\/a><\/div>\n<p>Ansicht der Forscher gibt es f\u00fcr diese ungew\u00f6hnliche Position der Knochen nur eine Erkl\u00e4rung: Der Leichnam des ca. 1,60 m gro\u00dfen Mannes muss aufrecht in eine tiefe Grube mit einigen Steinmessern als Beigabe gestellt worden sein. Vermutlich lehnte man den Toten schr\u00e4g an die Wand und f\u00fcllte die Grube bis zu den Knien mit Erdreich auf.&nbsp; Erst als der Leichnam zerfallen war, wurde die Grube endg\u00fcltig mit Erdreich bedeckt und die Angeh\u00f6rigen entz\u00fcndeten zum Abschluss der Totenfeier ein Gedenkfeuer \u00fcber dem Grab.<\/p>\n<h5 class=\"tiny_p\"><strong>Die \u00e4lteste Baby-Bestattung <\/strong><\/h5>\n<p class=\"tiny_p\">Ein zweites, kleines Grab konnte als Erdblock geborgen und wurde in die <a title=\"Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft\" href=\"http:\/\/krg.htw-berlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Werkstatt der Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft<\/a> nach Berlin gebracht. Dort erfolgte dann nach und nach die Freilegung einer weiteren Sensation: In<\/p>\n<div><a title=\"Babybgr\u00e4bnis Foto: Dr. Jungklaus\" href=\"https:\/\/fotos.verwaltungsportal.de\/seitengenerator\/gross\/foto_babybegraebnis_jungklaus.jpg\" rel=\"scaleableimage\"><span id=\"hoverOverlay125208\"><\/span><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright\" title=\"Babybgr\u00e4bnis Foto: Dr. Jungklaus\" src=\"https:\/\/fotos.verwaltungsportal.de\/seitengenerator\/gross\/foto_babybegraebnis_jungklaus.jpg\" alt=\"Babybgr\u00e4bnis Foto: Dr. Jungklaus\" width=\"204\" height=\"154\"><span id=\"magnifierGlass125208\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/layout.verwaltungsportal.de\/global\/interaktiv\/buttons\/overlay_search_white_v2.png\"><\/span><\/a><\/div>\n<p>der kleinen Grabgrube liegt ein wenige Monate altes Baby, das vor dem Zusch\u00fctten der Grabgrube mit roter Farbe bestreut wurde. Die rote Farbe k\u00f6nnte Blut und Leben symbolisieren. Das kleine Grab ist mit einem Alter von ungef\u00e4hr 8400 Jahren bislang die \u00e4lteste gefundene Bestattung vorort und war vielleicht der Anlass, auf dem Weinberg ein echtes Gr\u00e4berfeld f\u00fcr die Gruppe anzulegen, die als Sammler, J\u00e4ger und&nbsp; Fischer h\u00e4ufiger ihre Lagerpl\u00e4tze verlegten.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">\u201eEs ist die fr\u00fcheste bislang bekannte Kinder-Bestattung in Mitteleuropa, die wir kennen\u201c, freut sich der Brandenburger Landesarch\u00e4ologe Professor Franz Schopper.<\/p>\n<h5 class=\"tiny_p\"><strong>Und was passiert nun?<\/strong><\/h5>\n<p class=\"tiny_p\">Prof. Thomas Terberger hat die Grabungen auf dem Weinberg angeregt und leitet die Untersuchung.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">&#8222;<span id=\"fbPhotoSnowliftCaption\" class=\"fbPhotosPhotoCaption\" tabindex=\"0\" aria-live=\"polite\" data-ft=\"{&quot;tn&quot;:&quot;K&quot;}\"><span class=\"hasCaption\">Es ist uns gelungen, das \u00e4lteste Gr\u00e4berfeld Deutschlands aufzusp\u00fcren.&nbsp; Die Entdeckung wird unser Wissen \u00fcber die Mittelsteinzeit revolutionieren.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"tiny_p\">F\u00fcr Professor Terberger waren die Entdeckungen ein ganz besonderes Erlebnis. Es waren zwei besondere Bestattungen ans Tageslicht gekommen. Die \u00dcberreste der mittelsteinzeitlichen Menschen geben uns vielf\u00e4ltige Einblicke in das Leben vor dieser langen Zeit. Heute k\u00f6nnen mit naturwissenschaftlichen Methoden den Skeletten spannende Erkenntnisse entlockt werden. Somit sind die Auswertungen noch nicht abgeschlossen und es liegt der Verdacht nahe, dass auf dem Weinberg noch weitere \u00dcberraschungen auf ihre Entdeckung warten.<\/p>\n<p>Hier geht es zur aktuellen <a href=\"http:\/\/doku.gross-fredenwalde.de\/Pressemappe 2014-2016 Internet.pdf\">Pressemappe:<\/a><\/p>\n<p>Weitere Infos auf der <a href=\"https:\/\/www.steinzeit-ucki.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ucki Seite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sensationelle Funde aus der Mittelsteinzeit 1962 fand man bei Bauarbeiten auf dem Weinberg&nbsp; bei Gro\u00df Fredenwalde die \u00dcberreste von 6 Personen, eingebettet in rotem Sand. In zwei F\u00e4llen war je ein Erwachsener mit einem Kind gemeinsam bestattet. Beigaben waren Knochenpfriemen, Feuersteinklingen und -abschl\u00e4ge. An einem Sch\u00e4del fanden sich durchbohrte Tierz\u00e4hne im Stirn- und Schl\u00e4fenbereich aufgereiht. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/?page_id=175\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDie \u00e4lteste Baby-Bestattung\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_mi_skip_tracking":false,"ngg_post_thumbnail":0},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/175"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=175"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1253,"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/175\/revisions\/1253"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}