{"id":250,"date":"2017-07-16T15:58:14","date_gmt":"2017-07-16T15:58:14","guid":{"rendered":"http:\/\/test.steinzeit-ucki.de\/?page_id=250"},"modified":"2017-09-01T20:04:03","modified_gmt":"2017-09-01T20:04:03","slug":"lernen-entdecken","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/?page_id=250","title":{"rendered":"Geschichte &#038; Steinzeit"},"content":{"rendered":"<h1>Die Geschichte von Gro\u00df Fredenwalde<\/h1>\n<h2>Eiszeit<\/h2>\n<p class=\"tiny_p\">Die Uckermark ist ein typisches Endmor\u00e4nengebiet. Die Endmor\u00e4nen entstehen, wenn sich am Ende eines Gletschers Abschmelzen und Eisnachschub die Waage halten.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Der Eisrand bleibt dann \u00fcber l\u00e4ngere Zeit stabil. Das Eis selbst bewegt sich aber nach wie vor. Da der Eisrand nicht schnurgerade verl\u00e4uft sondern in einzelne Loben (Gletscherzungen) zerf\u00e4llt, haben auch Endmor\u00e4nen einen solchen lobenartigen Verlauf.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Die Ber\u00fchrungsstelle zwischen zwei Loben nennt man auch Endmor\u00e4nengabel. Dort befinden sich meist besonders kr\u00e4ftig ausgepr\u00e4gte Endmor\u00e4nen und gro\u00dfe Gletschertore, von denen aus die Sander gesch\u00fcttet wurden.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">In der Fachsprache hat sich sowohl f\u00fcr die gesamte Periode der letzten 2,6 Millionen Jahre als auch f\u00fcr die \u00e4lteren Vereisungsphasen der umfassendere Begriff Eiszeitalter durchgesetzt.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Er umfasst sowohl die Eis-\/Kaltzeiten als auch die dazwischen liegenden Warmzeiten (im Sinne von Interglazial).<\/p>\n<h2 class=\"tiny_p\">Steinzeit u. Fr\u00fchgeschichte<\/h2>\n<p class=\"tiny_p\">Im Bereich des sp\u00e4teren Gro\u00df Fredenwalde fanden sich aus der Mittelsteinzeit (ca. 7.000 v.Chr.) auf dem <strong>Weinberg <\/strong>die fr\u00fchesten bekannten menschlichen Spuren in der Uckermark.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde ein Begr\u00e4bnisplatz auf dem Weinberg entdeckt. Weiteres <a href=\"http:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/?page_id=175\">hier!<\/a><br \/>\nIn den Jahrtausenden der Bronze- und Eisenzeit l\u00e4\u00dft sich zwischen Gerswalde und Gro\u00df Fredenwalde ein H\u00fcgelgr\u00e4berfeld lokalisieren.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Der Raum um Gro\u00df Fredenwalde war sicherlich auch in der nachfolgenden Germanenzeit bis ins 6. Jahrhundert besiedelt.<\/p>\n<h2 class=\"tiny_p\">Slawen<\/h2>\n<p class=\"tiny_p\">Vermutlich vom 6. Jahrhundert an wurde der sp\u00e4tere \u201e<strong>Wallberg<\/strong>,\u201c eine Halbinsel von einer sumpfigen Niederung umgeben, von slawischen St\u00e4mmen besiedelt. Ab dem 8. Jahrhundert entstand dort auf einem (Ma\u00dfe 75m x 100m) langen k\u00fcnstlichen Plateau eine Burganlage (Volksburg). Sie kann als s\u00fcdlichste slawische Volksburg im erweiterten Ostseebereich gelten.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Sie geh\u00f6rt zu den wenigen bekannten Anlagen aus der mittelslawischen Zeit in der Uckermark. Um das &nbsp;Jahr 1000 wurde sie aus noch unbekannten Gr\u00fcnden verlassen.<\/p>\n<h2 class=\"tiny_p\">Mittelalter<\/h2>\n<p class=\"tiny_p\">Im Zuge der deutschen Ostkolonisation des 12. Jahrunderts wurden die slawischen St\u00e4mme von deutschen und pommerschen F\u00fcrsten unterworfen. Vermutlich eroberte man die Reste der slawischen Festung auf dem Wallberg und baute sie zu einer steinernen Burg um.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Im 13. Jahrhundert kam Gro\u00df Fredenwalde, wie die gesamte Uckermark unter die Herrschaft der Markgrafen von Brandenburg aus dem Hause der Askanier. Fredenwalde wurde zu einer landesherrlichen Burg, die wie z.B. Gerswalde die Markgrafschaft Brandenburg gegen das Herzogtum Pommern absichern sollte.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">In diese Zeit f\u00e4llt die erste urkundliche Erw\u00e4hnung Fredenwaldes 1269 mit einem brandenburgischen Ministerialen \u201eAlexander de Vredewalde.\u201c In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten entwickelte sich Gro\u00df Fredenwalde zu einem \u201eOppidum\u201c Marktflecken unter der Herrschaft der Herren von Stegelitz.<\/p>\n<h2 class=\"tiny_p\">Familie von Arnim<\/h2>\n<p class=\"tiny_p\">1498 erwarb der mit den Herren von Stegelitz stammverwandte Bernd II. von Arnim die Herrschaft Fredenwalde. 1545 wurde der Rittersitz, der zum Teil aus \u00f6dem Heideland bestand unter den S\u00f6hnen Bernd II. aufgeteilt. Sperrenwalde, G\u00f6tschendorf, Temmen, Milmersdorf, Sternhagen und Golmitz wurden von Gro\u00df-Fredenwalde abgetrennt. 1621,&nbsp; in den ersten Jahren des 30 J\u00e4hrigen Krieges, starb der arnimsche Familienzweig in Fredenwalde aus.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">In dieser schweren Zeit, als der Krieg auch die Uckermark nicht unbeschadet lie\u00df, folgten ihnen ihre arnimschen Vettern aus dem Zweig G\u00f6tschendorf nach. Bis 1945 blieb das Gut im Besitz derer v. Arnim. Das Gut ist heute im Privatbesitz<\/p>\n<h5 class=\"tiny_p\"><strong>Alexander I. Magnus v. Arnim<\/strong><\/h5>\n<p class=\"tiny_p\">Unter Alexander I. Magnus v. Arnim (1659-1727) erreichte Gro\u00df-Fredenwalde seine&nbsp;Bl\u00fctezeit. Die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse waren so, dass Alexander II. 1735 das Herrenhaus an der heutigen Stelle auf&nbsp;alten Fundamenten neu aufbauen konnte. Auch der Innenraum der Kirche wurde von ihm ma\u00dfgeblich neu gestaltet.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Ein besonders Verdienst kommt Alexander I. im Bereich des Schulwesens zu. So f\u00fchrte er 1714 vor der Einf\u00fchrung der allgemeinen Schulpflicht in Preu\u00dfen unter Friedrich II. diese in seiner Gutsherrschaft ein. Ganz ohne Schwierigkeiten scheint dies aber nicht vonstatten gegangen zu sein. So forderte 1735 der S<\/p>\n<p class=\"tiny_p\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Grabstein Alexander Magnus von Arnim\" src=\"http:\/\/fotos.verwaltungsportal.de\/seitengenerator\/dscn3551.jpg\" alt=\"Grabstein Alexander Magnus von Arnim\"><\/p>\n<p class=\"tiny_p\">chulrektor von der Herrschaft, diese m\u00f6chte&nbsp;daf\u00fcr sorgen, das die Schulpflicht von den Gutsangeh\u00f6rigen ernst genommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Als Alexander I. 1727 starb, hinterlie\u00df er ein nicht unbetr\u00e4chtliches Verm\u00f6gen von mehr als 60.00<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">0 Reichstaler. Aus seinem Nachla\u00df wissen wir, dass er Silberbestecke, ein Dresdener Kaffee- und ein japanisches Teeservice, sowie eine Spieluhr im Wert von alleine 60 Reichstalern besa\u00df.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Grabstein des Alexander Magnus von Arnim an der \u00f6stlichen Chorwand der Kirche<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte von Gro\u00df Fredenwalde Eiszeit Die Uckermark ist ein typisches Endmor\u00e4nengebiet. Die Endmor\u00e4nen entstehen, wenn sich am Ende eines Gletschers Abschmelzen und Eisnachschub die Waage halten. Der Eisrand bleibt dann \u00fcber l\u00e4ngere Zeit stabil. Das Eis selbst bewegt sich aber nach wie vor. 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