{"id":430,"date":"2017-07-20T22:33:16","date_gmt":"2017-07-20T22:33:16","guid":{"rendered":"http:\/\/test.steinzeit-ucki.de\/?page_id=430"},"modified":"2019-10-11T09:02:20","modified_gmt":"2019-10-11T09:02:20","slug":"sehenswuerdigkeiten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/?page_id=430","title":{"rendered":"Die Kirche"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-320 alignleft\" src=\"http:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/kirche-sommer-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/kirche-sommer-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/kirche-sommer-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.gross-fredenwalde.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/kirche-sommer-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die Bedeutung von Gro\u00df Fredenwalde dr\u00fcckt sich darin aus, dass die Kirche aus dem 13. Jahrhundert zu den wenigen in der Uckermark geh\u00f6rte, die mit einer doppelten Pfarrhufenzahl ausgestattet waren, um zwei heilige Messen abzuhalten. Aus dieser Zeit stammen die Anf\u00e4nge der heutigen Kirche. Es entwickelte sich eine Marienwallfahrt, die bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts sehr beliebt war. Die Kirche wird zum ersten Mal 1269 in der Stiftungsurkunde f\u00fcr das Kloster Marienpforte erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Davon zeugen unter anderem die mittelalterliche T\u00fcr an der S\u00fcdwand und das vermauerte Fenster am Ostgiebel. Die Empore wurde laut Inschrift 1583 von dem Zimmermann Gurgen Gottschalk gebaut. Der 30 J\u00e4hrige Krieg brachte leider viel Not und Elend in den Ort. Gut hundert Jahre sp\u00e4ter wurde das Gotteshaus dann stark erneuert. Das geschah unter dem Patron von Alexander II. Magnus v. Arnim. An der hinteren Kirchenmauer erinnert sein denkmalgesch\u00fctzter Grabstein an die vielen Aktivit\u00e4ten. 1708 wurde der heutige Kanzelaltar errichtet. Gest\u00fchl, Orgel und der barocke Taufengel stammen wahrscheinlich aus der gleichen Zeit. 1725 entstand die Sakristei und ein Jahr sp\u00e4ter der beeindruckende Fachwerkturm, dessen Vollendung auf das Jahr 1735 zur\u00fcckgeht. Es ist anzunehmen, da\u00df mit dem Turmbau die gesamte Westfassade erneuert wurde. 1735 wurden dar\u00fcber hinaus auch neue und gr\u00f6\u00dfere Fenster\u00f6ffnungen angelegt. All diese Bauma\u00dfnahmen f\u00fchrten dazu, dass sich nicht nur der damalige Patron, sondern auch die Kirche finanziell ziemlich verausgabt haben.<\/p>\n<p>Die Aufschrift auf der Tafel am alten Opferstock erz\u00e4hlt:<\/p>\n<table style=\"height: 39px;\" width=\"411\" border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: center;\">&nbsp;&#8222;Dies liebe Gotteshaus ist nun in Schuld<br \/>\ngeraten, dieweil es zinsbar Geld von<br \/>\nanderen aufgeladen. Tu auf dein milde<br \/>\nHand, mein Leser und glaub frei, dass<br \/>\ndeiner milden Gab Gott ein<br \/>\nVergeltung sei.\u201c<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Bereits 1844 wurden an der Westwand drei St\u00fctzpfeiler zur Absteifung des Turmes aufgemauert. Das Innere der Saalkirche mit Ziegelpflaster und flacher Balkendecke beeindruckt in seiner Schlichtheit. Erhalten geblieben sind neben einzelnen Epitaphplatten die Empore von 1583, der mit Bibelspr\u00fcchen versehene Kanzelaltar von 1708 flankiert von korinthischen Pilastern und das Kirchengest\u00fchl aus dem 18. Jahrhundert. 1927-34 bestand in Gro\u00df Fredenwalde eine Hilfspredigerstelle. Die Prediger blieben nur f\u00fcr ein Jahr dort, um danach ihr eigenes Pfarramt anzutreten. Der sch\u00f6ne hohe Fachwerkturm blieb bis 1960 erhalten, wurde jedoch schon 1930 als sehr bauf\u00e4llig beschrieben. 1960 musste der Turm wegen Einsturzgefahr zum Teil r\u00fcckgebaut werden und erhielt seine heutige, etwas gedrungen wirkende Form. 1991\/92 fand durch den Einbau von Stahltr\u00e4gern eine provisorische Sicherung statt. Die Kirche verfiel mehr und mehr. Der Holzbock, der Schwamm und das undichte Dach setzten dem Gotteshaus enorm zu. Die vom Einsturz bedrohte Kirche stand kurz vor dem Ende. Wie durch ein Wunder taten sich viel Menschen zusammen, um dieses wunderbare Gotteshaus zu retten. Bestandteil der brocken Kircheneinrichtung war, wie in vielen Kirchen der Uckermark und Brandenburgs ein Taufengel. Vermutlich entstand er in der gleichen Zeit wie Altar, Gest\u00fchl und Orgel um 1708. H\u00f6chstwahrscheinlich war er wie viele seiner Kollegen urspr\u00fcnglich farbig gefa\u00dft.<\/p>\n<p>Die Kirche von Gro\u00df Fredenwalde bei: <a href=\"https:\/\/atlas-sakrale-architektur.de\/kirchen\/kirche-gross-fredenwalde\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Atlas Sakrale Arichitekur<\/a> und &nbsp; <a href=\"http:\/\/www.kirchen-und-kapellen.de\/index.php?section=directory&amp;cmd=detail&amp;id=138&amp;lid=&amp;cid=10\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kirchen und Kapellen<\/a><\/p>\n<p class=\"tiny_p\"><strong>Zust\u00e4ndiges Pfarramt:<\/strong><\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Evangelisches Pfarramt Gerswalde<\/p>\n<div class=\"quickMapsInfoWindowWrapper\">Ziegenwinkel 18<br \/>\n17268 Gerswalde<\/div>\n<p class=\"tiny_p\">Tel.: 039887-227<br \/>\nFax: 039887-69061<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kirche-uckermark.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> www.kirche-uckermark.de<\/a><\/p>\n<p class=\"tiny_p\">E-Mail: <a href=\"mailto:Pfarramt-gerswalde@kirche-uckermark.de\">Pfarramt-gerswalde@kirche-uckermark.de<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Ab sofort gibt es auch spezielle Kirchenf\u00fchrungen f\u00fcr Jugendliche in der Fredenwalder Kirche. N\u00e4heres unter: Tel.: 039887-697730 sowie unter <a href=\"mailto:willkommen@grross-fredenwalde.de\">willkommen@gross-fredenwalde.de<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"tiny_p\"><strong>Besichtigung:<\/strong><br \/>\nim Rahmen der Aktion &#8222;<a href=\"http:\/\/www.uckermark-kirchen.de\/uckermark_g\/kirche_gross_fredenwalde.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Offene Kirchen in Brandenburg<\/a>&#8222;<\/p>\n<p class=\"tiny_p\"><strong>Schl\u00fcssel bei:<\/strong><br \/>\nFrau Gierke, Gro\u00df Fredenwalde 43, 17268 Gerwalde,&nbsp; Tel.:039887-322<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Frau von Arnim, Gro\u00df Fredenwalde 32, 17268 Gerswalde, Tel.:039887-5011<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Herr Rieger, Gro\u00df Fredenwalde 41, 17268 Gerswalde, Tel.: 039887-4900<\/p>\n<p>Fam. Fugger, Gro\u00df Fredenwalde 32a, 17268 Gerswalde, Tel.: 039887-697730<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bedeutung von Gro\u00df Fredenwalde dr\u00fcckt sich darin aus, dass die Kirche aus dem 13. Jahrhundert zu den wenigen in der Uckermark geh\u00f6rte, die mit einer doppelten Pfarrhufenzahl ausgestattet waren, um zwei heilige Messen abzuhalten. Aus dieser Zeit stammen die Anf\u00e4nge der heutigen Kirche. 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